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Behandlungsmöglichkeiten Skoliose

Ausgehend von Grunddaten, man geht von einer Seitabweichung bis 10 ° nach Cobb von Normalwerten aus, ist eine Skoliose ab etwa 10 ° , besonders im Kindes- und Jugendlichenalter therapiewürdig und es besteht hier die Pflicht zu handeln. Ab 20 ° Skoliose kommt es zu einer Orthesenversorgung, ab 55 ° muss auch beim Heranwachsenden an eine Operation gedacht werden.

Die Therapie von Skoliose

Die therapeutischen Maßnahmen sind abhängig vom Ausmaß der Verkrümmung sowie von der zu erwartenden Verschlechterung.

Skoliosen bis zu 20 ° ohne nennenswerte Progredienz sind krankengymnastisch zu behandeln. Skoliosen ab ca. 20 ° sollten mit einem Korsett versorgt werden. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso besser sind die Behandlungserfolge.

Die Korsettbehandlung ist eine langwierige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten. Eine maximale aufrichtende Rumpforthese, fundierte physiotherapeutische Behandlungen, optimale ärztliche Betreuung, die auch die psychischen Probleme berücksichtigt, Überzeugung von der Wirksamkeit der Maßnahme, Verständnis und Unterstützung durch Angehörige, Freunde und Schule sind die Voraussetzung für den Erfolg. Trotz eines jugendlichen Alters, sollte der Betroffene seine Aufgabe als Verantwortlicher für die eigene Gesundheit erkennen und mit Unterstützung aller Beteiligten in diese hineinwachsen.

Der Patient ist während der Skoliosebehandlung vielfältigen Belastungen ausgesetzt: längjährige physische und psychische Beeinträchtigung, tägliches Gymnastikprogramm und häufiges Röntgen - alles in einer jugendlichen Entwicklungsphase, die Bewegungsfreiheit verlangt. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass die Konsequenz und das Durchstehvermögen durch positive Ergebnisse belohnt werden. Eine optimale Korrektur, die sorgfältige Bearbeitung und das gepflegte Aussehen der Orthese, verbunden mit einfühlsamer Betreuung und der Aussicht auf Erfolg motivieren unsere jungen Patienten zum regelmäßigen Tragen der Orthese.

Die von Herrn Rahmouni hergestellten Korsetts sind sehr individuell konzipiert, basieren auf den herkömmlichen Rumpforthesen und unterliegen aufgrund neu gewonnener Erfahrungen einer permanenten Weiterentwicklung. Der Gipsabdruck wird entsprechend dem aktuellen Röntgenbild a.-p. der kompletten Wirbelsäule bei maximal korrigierter Körperhaltung durchgeführt. Dies ist technisch eine wesentliche Voraussetzung für eine effiziente Korsettversorgung.

Unter Berücksichtigung der anatomischen und biomechanischen Grundlagen begegnet unsere Rumpforthese der dreidimensionalen Verformung des Rumpfes mit einer höchstmöglich derotierenden, korrigierenden und wachstumslenkenden Funktion.
Hauptdruck-, Gegendruck- und reichlich bemessene Entlastungszonen mit Raum zur Expansion für die Reaktion sowie die Ausweichung des Rumpfes und die Atmungsumstellung, bewirken je nach Art der Skoliose und Flexibilität der Wirbelsäule eine Korrektur oder Überkorrektur. Um die Progredienz zu stoppen, sollte durch die Funktion des Korsetts am Anfang der Behandlung i. d. R. eine Mindestaufrichtung in der Orthese von 50 % des/der aktuellen Krümmungswinkel erreicht werden. Häufig gelingt uns eine stärkere Aufrichtung, was zu einer dauerhaften Aufrechterhaltung der Korrektur und einer Besserung des Anfangbefundes führt.

Aufgrund der möglichen Behandlungserfolge setzen wir uns, wenn immer möglich, für die konservative Behandlung ein, da eine nicht akzeptierte Therapie oder ein Abbruch der Behandlung zu einer Verschlechterung der Skoliose und eventuell zu einer Operation führt.

Auch andere Skoliosearten und die Kyphose können durch unsere Rumpforthesenversorgung erfolgreich behandelt werden.

Gerne sind wir hier Ihre einfühlsamen Berater. Bitte vereinbaren Sie einen Termin.